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Von Amaranth bis Weizen – lesen Sie hier mehr über Korn und Getreide
Amaranth
Amárantos „unverwelklich“ - ist eine getreideähnliche Pflanze, die zur Familie der Fuchsschwanzgewächse zählt. Die als heilig und Leben verlängernd geltende Pflanze gehörte bei den Inka und Azteken zu den Grundnahrungsmitteln. Amaranth wird heute noch vorwiegend in Mexiko und Südamerika angebaut und inzwischen auch in den USA und Europa kultiviert.
Der nussig schmeckende Amaranth kann gekocht oder als Müslizutat verwendet werden. Hierfür kann es im Handumdrehen mit unserer Korn-Quetsche verarbeitet werden. Als Zutat für Brot oder Brötchen, muss noch glutenhaltiges Roggen-, Weizen- oder anderes Mehl hinzugefügt werden. 100 g Amaranth enthalten 14-16 g hochwertiges Eiweiß, welches in den meisten anderen Getreidearten nicht enthalten ist. Amaranth ist sehr reich an Magnesium und eignet sich, da es kein Gluten enthält, ideal für Menschen mit Zöliakie.
Buchweizen
Das Korn mit dem unverwechselbar nussigen Geschmack ist kein Getreide. Buchweizen, auch Heidkorn (Fagopyrum) genannt, gehört zur Gattung der Knöterichgewächse. Die ein- bis zweijährigen Arten wurden in Asien und Mitteleuropa kultiviert. Am bekanntesten ist der Echte Buchweizen. Diesem wird nach der Ernte die äußere Samenschale entfernt. Geröstet oder ungeröstet kommt dieser dann ungemahlen oder gemahlen als Buchweizenmehl in den Handel.
Buchweizen ist reich an unentbehrlichen Aminosäuren, B-Vitaminen, Eisen, Kupfer, Magnesium und anderen Mineralstoffen. Das Flavonoid Rutin trägt dazu bei, Bluthochdruck und Arteriosklerose vorzubeugen.
Suppen, Knödel, Brei oder auch köstlicher Pfannkuchen können aus Buchweizen bzw. frisch gequetschten Buchweizenflocken zubereitet werden.
Dinkel
Noch vor 100 Jahren war Dinkel (Triticum spelta), auch Fesen, Schwabenkorn, Spelt, Spelz oder Vesen genannt, in Europa ein weitverbreitetes Getreide. Er wurde nach und nach durch den ertragreicheren Weizen verdrängt. Heute wird Dinkel vorwiegend in Süddeutschland, Tirol und der Schweiz angebaut und erfreut sich steigender Beliebtheit.
Dinkel ist reich an Magnesium, Eisen, Zink und Mangan und eignet sich mit seinem leicht würzig-nussigen Geschmack besonders für Klöße, Suppen und Aufläufe oder zum Brotbacken.
Wussten Sie, dass Grünkern der unreif geerntete und über Buchenholz geräucherte Dinkel ist?
Und, dass der mit der Korn-Quetsche einmal gequetschte Grünkern die ideale Konsistenz für Grünkern-Bratlinge ergibt?
Gerste
Hordeum vulgare – ist eine in vielen Sorten angebaute einjährige und anspruchslose Getreideart, die vorwiegend in Europa, Russland, Kanada und den USA angebaut wird. In Südasien liegt wahrscheinlich der Ursprung der Gerste, die zu einer der ältesten kultivierten Getreidearten zählt. Heute wird Gerste vorwiegend als Viehfutter und zur Bier- und Wiskyherstellung verwendet. In ärmeren Regionen Asiens und Afrikas ist sie außerdem wichtiges Grundnahrungsmittel. Vor dem Verzehr werden Gerstenkörner geschliffen und poliert und fast vollständig von Frucht- und Samenschale befreit. Die entstandenen rundlichen „Gerstengraupen“ sind gut als Suppeneinlage oder zur Herstellung von Gerstengrütze geeignet.
Gerste ist ballaststoffreich und hat einen hohen Eisen-, Zink- und Mangangehalt.
Hafer
„Futter für den Ziegenbock“ kommt aus dem Altsächsichen „hafero“ und hat den wissenschaftlichen Namen Avena. Schon in der mitteleuropäischen Bronzezeit wurde Hafer angebaut und war bis zum 18. Jahrhundert ein wichtiger Bestandteil der Ernährung breiter Bevölkerungsschichten. Mit dem Sinken der Getreidebrotpreise verlor er an Bedeutung.
Heute wird Hafer vorwiegend in der Futtermittelproduktion eingesetzt und wegen seines geringen Glutengehaltes weniger als Brotgetreide.
Hafer ist reich an unentbehrlichen (essentiellen) Aminosäuren, ungesättigten Fettsäuren, Vitaminen (Vit. K und Biotin) und Mineralstoffen (Magnesium, Eisen, Zink, Kupfer). Hafer wird als Heilmittel speziell bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes gut vertragen.
Hafer ist das ideale Getreide für die Eschenfelder Korn-Quetsche.
Hirse
Hirse ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene Geteidearten der Tropen und Subtropen. Typisch sind die kleinen, rundlichen Körner ohne Längsfurche, deren Farbe je nach Art von Weißgrau über Gelb bis hin zu Rötlich-Braun reicht. Die aus Ost-, bis Mittelasien und Ostafrika stammende Hirse wurde, bereits in vorgeschichtlicher Zeit angebaut. Hirsebrei war auch in Mitteleuropa bis ins Mittelalter eine der wichtigsten Grundnahrungsmittel.
Heute werden 90 % der Welternte in Asien und Afrika produziert und zählt dort noch zu den bedeutendsten Nahrungsmitteln. Hirse lässt sich gut zu verschiedenen Gerichten verarbeiten und quillt beim Kochen stärker auf, als Reis. Das glutenfreie Mehl eignet sich gut für Menschen mit Zöliakie.
Hirse enthält viel Magnesium, Eisen, Kupfer, Mangan und Silizium.
Sie eignet sich, einmal flink gequetscht, hervorrragend als Verdickungsmittel für Saucen und für die Zubereitung von Sußspeisen.
Mais
Zählt zur Gattung der Süßgräser (wiss. Name Zea), dessen einzige Art „Zea mays“ gelbe, weiße, rote oder blaue Körner entwickelt. Die nur als Kulturform bekannte Pflanze wurde zwischen 5000 und 3400 v. Chr. im mexikanischen Tehuacántal kultiviert. Seine Abstammung ist noch nicht endgültig geklärt. Die Europäer lernten den Mais erst im 15. Jahrhundert kennen. Heute wird Mais hauptsächlich in warmen gemäßigten Gebieten in USA, China und Brasilien angebaut. Wegen seines hohen Energiegehaltes ist Mais ein sehr beliebtes Futtermittel. Für die menschliche Ernährung wird Mais als Maismehl, Maisgrieß, Flocken, Popcorn etc. angeboten.
Mais ist mit einem Anteil von circa 16 % reich an Kohlenhydraten und 3 % Eiweiß. Da das im Mais enthaltene Eiweiß wenig essentielle Aminosäuren enthält, ist seine biologische Wertigkeit gering.
Mais ist reich an Betakarotin, Magnesium und Zink.
Quinoa
Quinoa – oder Hirsemelde, Reismelde - ist eine Getreidepflanze aus der Familie der Gänsefußgewächse. Bei den Inka zählte diese Getreideart zu den Grundnahrungsmitteln und auch heute wird sie vorwiegend in Argentinien, Bolivien, Peru, Chile und Ecuador angebaut; in den USA und Europa wird sie inzwischen auch kultiviert.
Die kleinen weiß gelblichen Samenkörner enthalten Saponine, die in größerer Menge giftig sind. Daher müssen die Körner vor dem Kochen unter fließendem heißen Wasser abgespült werden.
Quinoa wird zum Backen verwendet und muss, damit der Teig aufgeht, mit anderen Mehlsorten gemischt werden. Es enthält kein Gluten und ist daher (ohne Mischung) gut für Menschen mit Zöliakie geeignet.
Quinoa ist im Vergleich zu anderen Getreidearten reich an hochwertigem Eiweiß, Vitamin B2, Vitamin E, Eisen, Zink, Kalzium und Magnesium.
Für Säuglinge und Kleinkinder ist Quinoa aufgrund des hohen Saponingehaltes nicht empfehlenswert.
Reis
Die circa 1,80 m hoch werdende Pflanze gehört zur Gattung der Süßgräser. Schon im 4. Jahrtausend vor Christus wurde Reis in Thailand und im 3. Jahrtausend in Südchina in Monokultur angebaut. Haupterzeugerländer sind heute China, Indien, Bangladesch, Vietnam, Japan und Brasilien. Für ungefähr 1/3 der Weltbevölkerung ist Reis das Hauptnahrungsmittel. Reis wird nach der Ernte gedroschen und entspelzt. Für „weißen Reis“ wird neben Frucht- und Samenschale, Silberhaut, Aleuronschicht sowie Keimling entfernt. Wesentlich wertvoller und reicher an Nährstoffen ist Naturreis. Er enthält sehr hochwertiges Eiweiß und liefert außerdem größere Mengen an Vitamin B1, B6, Niacin, Biotin, Vitamin E, Magnesium und Mangan. Weißer und geschliffener Reis hat einen Großteil seiner wertvollen Inhaltsstoffe verlohren.
Für Menschen, die an Zöliakie erkrankt sind, eignet sich Reis besonders gut. Er ist glutenfrei.
Reis wirkt durch seinen relativ hohen Gehalt an Kalium und geringem Anteil an Natrium entwässernd. Aufgrund seiner geringen Energiedichte ist er gut geeignet für eine Ernährung zur Gewichtsreduktion.
Frisch gequetschte Reisflocken können als Suppenbeilage am Ende der Kochzeit zugegeben und zu Süßspeisen verarbeitet werden.
Roggen
Wird zur Gattung der Süßgräser gezählt und wird hauptsächlich in Nordeuropa und Sibirien angebaut. Roggen stammt vom anatolischen Wildroggen ab und wird vermutlich seit 700 v. Chr. kultiviert. Roggen ist bis heute ein wichtiges Brotgetreide, wird aber auch als Viehfutter verwendet. Roggenbrot trocknet nur langsam aus und kann daher sehr gut gelagert werden.
Roggen ist als ganzes Korn ballaststoffreich bei einem hohen Gehalt an Folsäure, Magnesium, Eisen, Mangan und Zink.
Weizen
Der zur Gattung der Süßgräser zählende Weizen (Triticum) wird in allen gemäßigten und subtropischen Gegenden der Erde angebaut. Hauptsächlich wird Weizen zur Brotherstellung verwendet und ist hier das wichtigste Getreide. Außerdem eignet sich Weizen zur Produktion von Bier, Branntwein, Teigwaren und vielen anderen Getreideerzeugnissen.
Weizen ist reich an B-Vitaminen, Magnesium, Eisen, Zink, Kupfer und Mangan.
Kamut – eine uralte Weizenart– wird in Naturkostläden und Reformhäusern angeboten und besitzt im Vergleich zu herkömmlichen Weizenarten einen höheren Nährwert und führt weniger zu allergischen Reaktionen als andere Weizenarten. Kamut eignet sich wegen seines leicht süßlichen Geschmacks gut für Kuchen und Gebäcke. Er sorgt für eine leicht gelbliche Färbung des Backguts.
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